Freitag 30. Juli 2010

Nord Stream: Erster Strang an Land gezogen

Im russischen Anlandungsbereich der Nord Stream-Pipeline wurde vorgestern der erste von zwei Leitungssträngen an Land gezogen. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt für die planmäßige Verlegung der Pipeline erfolgt, heißt es in der aktuellen Unternehmensmitteilung. Der zweite Strang wird im Laufe der nächsten Tage ebenfalls an Land gezogen. In der Zwischenzeit werden der Bau des 1,5 Kilometer langen Landabschnitts und der Einrichtungen im Anlandungsbereich fortgesetzt, so Nord Stream. An Bord des Verlegeschiffs Castoro Sei werden die jeweils 12 Meter langen und etwa 24 Tonnen schweren Rohre zu einem fortlaufenden Pipelinestrang zusammengeschweißt. Um den Strang an Land zu ziehen, wurde am vorderen Ende ein 12 Zentimeter dickes Stahlseil angebracht und mit einer Hochleistungszugwinde, die an Land montiert ist, verbunden.

Im russischen Anlandungsbereich wird der Pipelinestrang in einem zuvor ausgehobenen Graben verlegt, der später wieder verfüllt wird. So soll die Leitung vor äußeren Einflüssen wie Eis, Strömungen und Wellen geschützt werden, so Nord Stream weiter. Ein temporär errichteter Damm auf beiden Seiten der Pipeline in der Brandungszone sichert den Grabenaushub und verhindert die Ausbreitung von Sedimenten im Meer. Die Bucht von Portowaja in der Nähe der russischen Stadt Wyborg ist der Startpunkt der Nord Stream- Pipeline, die durch die Ostsee bis nach Lubmin in der Nähe von Greifswald verlaufen wird. Am russischen Anlandungsbereich wird sie mit der landseitigen Gryazovets-Wyborg- Pipeline an das russische Gasleitungsnetz angeschlossen, heißt es abschließend.

Von: © redaktion GET AG / af