
Nord Stream: Erster Strang an Land gezogen
Im russischen Anlandungsbereich der Nord Stream-Pipeline wurde vorgestern der erste
von zwei Leitungssträngen an Land gezogen. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt für
die planmäßige Verlegung der Pipeline erfolgt, heißt es in der aktuellen
Unternehmensmitteilung. Der zweite Strang wird im Laufe der nächsten Tage ebenfalls an
Land gezogen. In der Zwischenzeit werden der Bau des 1,5 Kilometer langen
Landabschnitts und der Einrichtungen im Anlandungsbereich fortgesetzt, so Nord Stream.
An Bord des Verlegeschiffs Castoro Sei werden die jeweils 12 Meter langen und etwa 24
Tonnen schweren Rohre zu einem fortlaufenden Pipelinestrang zusammengeschweißt. Um
den Strang an Land zu ziehen, wurde am vorderen Ende ein 12 Zentimeter dickes Stahlseil
angebracht und mit einer Hochleistungszugwinde, die an Land montiert ist, verbunden.
Im russischen Anlandungsbereich wird der Pipelinestrang in einem zuvor ausgehobenen
Graben verlegt, der später wieder verfüllt wird. So soll die Leitung vor äußeren Einflüssen
wie Eis, Strömungen und Wellen geschützt werden, so Nord Stream weiter. Ein temporär
errichteter Damm auf beiden Seiten der Pipeline in der Brandungszone sichert den
Grabenaushub und verhindert die Ausbreitung von Sedimenten im Meer. Die Bucht von
Portowaja in der Nähe der russischen Stadt Wyborg ist der Startpunkt der Nord Stream-
Pipeline, die durch die Ostsee bis nach Lubmin in der Nähe von Greifswald verlaufen wird.
Am russischen Anlandungsbereich wird sie mit der landseitigen Gryazovets-Wyborg-
Pipeline an das russische Gasleitungsnetz angeschlossen, heißt es abschließend.
