BBH führt 475 Beschwerden gegen Festlegung der EK-Zinssätze

Gegen die Festlegung der Eigenkapital-Zinssätze (EK-Zinssätze) durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) gingen zahlreiche Beschwerden beim zuständigen OLG Düsseldorf ein. Die Mehrzahl der Beschwerden werden von der Kanzlei Becker Büttner Held (BBH) geführt, teilte die Kanzlei heute in einer Pressemeldung mit.

Wie die GET AG bereits berichtete, hatte die BNetzA Ende Oktober sinkende EK-Zinssätze für die Elektrizitäts- und Gasnetzbetreiber in der 4. Regulierungsperiode veröffentlicht: 5,07 % für Neuanlagen sowie 3,51 % für Altanlagen.

BBH und ihre Mandanten seien laut BBH-Mitteilung davon überzeugt, dass die Regulierungsbehörde die Höhe der Zinssätze nicht sachgerecht ermittelt habe. Für ihre Prozesskostengemeinschaft lässt BBH nach eigenen Angaben die Festlegung der EK-Zinssätze nun vor dem OLG Düsseldorf gerichtlich überprüfen. Insgesamt seien 927 Beschwerden beim Gericht eingegangen; allein 475 der Verfahren würden von BBH geführt.

BBH-Partner Stefan Missling hierzu: „Wir sind der Auffassung, dass die Bundenetzagentur durch ihre Herangehensweise die aktuelle Situation auf den Finanzmärkten in ihrer Entscheidung nicht hinreichend berücksichtigt hat. Zusätzliche Zweifel kommen nun auch erstmals von den Autoren der Studie, auf deren Zahlen sich die Behörde bei der Ermittlung der Zinssätze beruft. Es dürfte also nochmals spannend werden!“, wird Missling in der Pressemitteilung zitiert.

© redaktion GET AG / mvm