Telekom testet einheitlichen Ladetarif für E-Autos

Die Deutsche Telekom AG (Deutsche Telekom) testet ein neues Angebot: Künftig können private Halter von E-Fahrzeugen mit einer Ladekarte und einer App der Telekom einen Großteil der bundesweiten öffentlichen Ladestationen nutzen. Dabei gilt an allen Ladesäulen ein einheitlicher Preis, gab das Unternehmen in einer Pressemeldung bekannt.

Für die Authentifizierung nutzen Kunden laut Telekom eine RFID-Karte und eine App, mit der sich auch die Ladevorgänge starten und beenden lassen. Die Abrechnung erfolge pro Minute und unabhängig von der Ladegeschwindigkeit. Der reguläre Preis betrage bundesweit einheitlich vier Cent pro Lademinute. Grundgebühren fielen nicht an. Wie die Deutsche Telekom weiter mitteilte, gelte für die Einführungsphase bis zum 31. März 2019 ein Preis von nur zwei Cent pro Lademinute. Details zu den Ladevorgängen wie Zeitpunkt, Ort und Dauer der Ladung sowie die Anzahl der geladenen Kilowattstunden könnten die Kunden jederzeit in einer App einsehen. Abrechnung und Zahlung erfolgten monatlich.

Die Telekom nutzt für das Ladestrom-Angebot nach eigenen Angaben öffentliche Ladepunkte, die an eRoaming-Plattformen wie z.B. Hubject angebunden seien. Zum Start des Projekts am 17. Dezember 2018 betrage die Abdeckung etwa 80 Prozent der öffentlichen Ladeangebote in Deutschland. Ein weiterer Ausbau sei geplant. „Elektromobilität wird künftig eine feste Größe. Deshalb erweitern wir mit Telekom Ladestrom erneut unser Portfolio und schließen so für unsere Kunden die Lücke zwischen Elektroauto und öffentlichen Ladesäulen“, sagte Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland GmbH, in einer Presseerklärung.

Kunden, die sich bis zum 31. Januar 2019 registrierten, würden laut der Deutschen Telekom zusätzlich 99 Freiminuten erhalten. Vorregistrierung und Registrierung erfolgten im Internet unter www.telekom-ladestrom.de oder telefonisch unter 0800 330 1338 (Mo – Fr 08:00 – 18:00 Uhr).

Bereits im November 2018 hat die Telekom nach eigenen Angaben den Aufbau eines eigenen bundesweiten Ladenetzes für Elektroautos gestartet. Das Tochterunternehmen Comfort Charge errichte dafür Schnell-Ladestationen in ganz Deutschland und rüste bestehende Telekommunikationsinfrastruktur zu Normal-Ladepunkten auf. Neben der Comfort Charge arbeite die Telekom beim Ladestrom mit der Digital Energy Solutions GmbH und der Enio GmbH partnerschaftlich zusammen, heißt es abschließend.

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